Haarausfall nach Schwangerschaft – Ursachen und wirksame Abhilfe


Der weibliche Körper leistet mit der Schwangerschaft Großes. Trotzdem beschreiben viele Schwangere in dieser Phase ihren Gesundheitszustand als blendend. Wie es scheint, hat die vorzügliche Gesundheit einen Preis. Wenige Wochen nach der Entbindung klagen viele Frauen über starken Haarausfall nach Schwangerschaft. Die gute Nachricht: Dieser Haarausfall endet bald wieder. Er kann bereits während des Auftretens wirksam und dauerhaft gestoppt werden.


Woran Haarausfall nach Schwangerschaft zu erkennen ist


Beim Duschen, Baden und Haarewaschen finden sich plötzlich büschelweise Haare in der Bürste. Auch beim Kämmen im trockenen Zustand fallen mehr Haare als sonst aus. Ärgerlich ist zwischendurch das Auffinden von Haaren überall am Boden, auf dem Sofa, im Bett oder – ohne entsprechenden Kopfschutz – sogar im Essen. Von einem Haarausfall ist die Rede, wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Es nützt aber nichts, bei besorgniserregenden Erscheinungen akribisch Haare zu zählen. Möglichst schnell müssen die Ursachen für dieses Symptom gefunden und behandelt werden.

Hält der Haarausfall nach Geburt länger an, müssen zusätzliche Untersuchungen für eine mögliche andere Ursache gefunden werden. Der Körper einer Frau durchläuft im Leben mehrere drastische Veränderungen. Bei manchen dieser Veränderungen kommt es zu Störungen im Hormonhaushalt oder gar zu Erkrankungen der inneren Organe. Als länger anhaltend gilt Haarausfall, wenn er für sechs Monate ab Ende der Schwangerschaft gleich stark bleibt. Werden die Haare im Kamm dann weniger, hilft Geduld bis zum Ende der Umstellung.


Ursache und Verlauf von Haarausfall nach Schwangerschaft


Während einer Schwangerschaft erfahren Frauen einen Östrogenschub. Das Hormon stärkt die Haare. Sie sind neben einer scheinbar prächtigen Haut und anderen vorteilhaften Körpermerkmalen einer der Gründe, warum Frauen über ihre jetzt so vorzügliche Gesundheit schwärmen. Das Haar wirkt dichter, glänzt und wuchert förmlich. Doch mit der Geburt wird ein hoher Östrogenspiegel nicht länger benötigt. Also stellt der Körper die vorherige Hochproduktion ein. Die Folge ist eine längere Ruhephase der Haare. Am Ende fallen sie aus. Das beginnt etwa drei Monate nach der Geburt.

Nun reguliert der Körper allmählich wieder die Östrogenproduktion. Sie ist nach längstens sechs Monaten wieder auf dem Stand von vor der Schwangerschaft. Die Haarwurzeln werden wieder aktiv, die Haarfollikel besser durchblutet. Das Haar sprießt wieder. Es dauert allerdings eine Weile, bis die vorherige Haarfülle wieder erreicht wird. Je nach Alter der Schwangeren ist es auch möglich, dass die frühere Dichte nicht mehr nachwächst. Teilweise erholt sich das Haar aber in allen Fällen mit dieser Ursache.


Kurzzeiterscheinung und Problematik für Betroffene


Der kurzzeitige Haarausfall nach Geburt versetzt junge Mütter oft in Panik. Für die meisten Frauen bedeutet ausgerechnet das Haar einen natürlichen Schmuck, ein Stück Selbstbewusstsein und ein Gefühl von Schönheit. Durch den plötzlich auftretenden und über Wochen anhaltenden Haarverlust fühlen sich viele Frauen förmlich in ihrem Selbstverständnis als Person angegriffen. Auch problematisch sind Ängste vor Erkrankungen in dieser Zeit höherer Verantwortung.


Längerfristiger Haarausfall Stillzeit


Hält der diffuse Haarausfall nach Geburt länger als sechs Monate ohne Zeichen einer Abschwächung an, muss ein Dermatologe weiterhelfen. Mögliche Ursachen für diese lange Dauer können Mangelerscheinungen sein. Dazu muss das Blut Betroffener gründlich auf seinen Gehalt an Vitaminen, Spurenelementen (Zink, Eisen und weitere) und Eiweiß untersucht werden. Zum Teil entsteht ein solcher Mangel schon vor der Geburt. Teilweise brauchen stillende Mütter viel mehr von diesen Inhalten.

Andere mögliche Ursachen sind:

  • das Absetzen der Pille mit den bekannten Auswirkungen auf den Östrogenspiegel,

  • Störungen der Funktion der Schilddrüse oder

  • Entzündungen der Kopfhaut.

Selten verursachen ernsthafte organische Erkrankungen den Haarausfall nach Schwangerschaft. Um das auszuschließen, muss neben der Blutuntersuchung beim Dermatologen auch mit dem Hausarzt eine mögliche Veränderung abgeklärt werden.


Therapiemöglichkeiten gegen Haarausfall nach Schwangerschaft


Bei kurzzeitigem Haarausfall nach Schwangerschaft sind außer einer ausgewogenen Ernährung keine besonderen Maßnahmen nötig. Sobald der Körper die Hormonumstellung geschafft hat, beginnt wieder das ganz normale Haarwachstum. Die Frisur erscheint nach spätestens sechs Monaten wieder voluminös, das Haar weniger stumpf und seine Struktur wieder prall gefüllt mit Spannkraft. All die Pulver und Tinkturen, Serum und Spezialshampoo sind ebenfalls vorteilhaft – vor allem für die Verkäufer, die mit der Panik betroffener Frauen sicheres Geld verdienen. Wer allein aus psychologischen Gründen etwas für seine Haare tun möchte, hilft ihnen mit Ei und Weizenkeimöl oder einer gelegentlichen Bierwäsche viel besser bei der Regeneration.

Bei längerfristigem Haarausfall nach Schwangerschaft hängen die Gegenmaßnahmen von der genauen Ursache ab. Der Hausarzt oder Dermatologe verschreibt entweder Aufbaupräparate zum Einnehmen oder arbeitet mit anderen stärkenden Therapieansätzen.


Ausnahmeproblem: Haarausfall in der Schwangerschaft


Selten tritt das Phänomen Haarausfall schon während der Schwangerschaft auf. Fast immer ist Eisenmangel die Ursache. Er entsteht, weil vorhandenes Eisen nun zwei Körper versorgen muss. Symptome sind außer mehr Haaren in der Bürste auch ein verschlechtertes Aussehen der Haare und eine gereizte Kopfhaut. Während bei Haarausfall nach Schwangerschaft Geduld und gesunde Ernährung ausreichen, muss beim Auftreten während der Schwangerschaft sofort gehandelt werden.


Ursachen


Eisenmangel ist die häufigste, aber nicht die einzige Ursache für den Haarausfall während der Schwangerschaft. In Frage kommt auch eine Hormonanpassung, wenn zu Beginn der Schwangerschaft die Anti-Baby-Pille abgesetzt wird. Da der Körper gleichzeitig seine Hormonversorgung auf den Embryo einstellen muss, bedeutet dies vorübergehend eine enorme Belastung des gesamten Stoffwechsels.


Symptome


Das Haar Betroffener sieht bereits zu Beginn des verstärkten Haarausfalls stumpf aus. Es lässt sich schwieriger kämmen, neigt zu Haarbruch in den Spitzen. Bestenfalls bemerkt der begleitende Frauenarzt den Mangel, bevor die Haarpracht vom Kopf fällt und leitet sofort Gegenmaßnahmen ein. Schlimmstenfalls sollte die Schwangere ihn auf ihre Beobachtung hinweisen. Spätestens bei der monatlichen Blutabnahme lässt sich der Eisenwert bestimmen und anpassen.


Risiken für das ungeborene Kind


Schwangere sollen zugunsten einer gesunden Kindesentwicklung auf ziemlich viele lieb gewordene Gewohnheiten verzichten. Im Falle eines Eisenmangels wäre das aber kontraproduktiv: Sie müssen sich gerade jetzt besonders eisenhaltig ernähren oder durch Medikamente den Eisenmangel ausgleichen. Denn das Eisen im Blutkreislauf der Mutter ist zu erheblichen Anteilen für die gesunde Entwicklung des Embryos verantwortlich. Fehlt es, kann es zu einem eher kümmerlichen Wachstum und sogar zu Fehlbildungen mit lebenslangen Folgen kommen. Je früher also der Mangel beseitigt wird, desto aktiver ist die embryonale Weiterentwicklung zu einem gesunden Baby gewährleistet.


Abhilfe mit Vorteilen für Mutter und Kind


Eisenmangel ist schon fast eine Zivilisationskrankheit. Viele Menschen sind zwar häufig müde und leistungsschwach, bringen das aber mit möglichen Mangelerscheinungen gar nicht in Verbindung. Dabei kann schon eine tägliche Aufnahme von etwas mehr Eisen als sonst Abhilfe schaffen. Spätestens bei Haarausfall nach Schwangerschaft zeigt eine Eisengabe neben weiteren Zusätzen optische und energetische Vorteile. Das Stillen ist kein erschöpfender Vorgang mehr. Vielmehr fühlt sich die Mutter hinterher immer noch fit für Spaziergang und Haushalt. Die Haut sieht rosiger aus, die allgemeine Kraft ist besonders morgens nach kurzen Nächten wieder wie vor der Schwangerschaft.

Auch nach der Geburt profitiert das Kind mit seiner Mutter von dem ausgeglichenen Eisenhaushalt. Seine gesunde Entwicklung bleibt mindestens während der Stillzeit durch die natürliche Aufnahme über die Muttermilch gewährleistet. Anschließend kann diese gute Balance durch Nachfolgeprodukte beibehalten werden – für eine vitale Kindheit von Anfang an.


Fazit:


Haarausfall nach der Schwangerschaft führt bei Betroffenen zu großer Besorgnis. Doch in den meisten Fällen endet er spätestens sechs Monate nach der Geburt ohne therapeutische Maßnahmen. Tritt der Haarverlust während der Schwangerschaft auf, sollten – auch zugunsten der Kindesentwicklung – sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.