Die männliche Glatze – mögliche Ursachen und wirksame Medikamente


Nicht jeder Mann sieht ohne Haare gut aus. Die männliche Glatze bereitet vielen Männer Probleme, da sie sich dadurch minderwertig und nicht attraktiv finden. Dabei gibt es viele Frauen die Männer mit einer Glatze anziehend finden. Doch wie kommt es zur Glatzenbildung bei Männern und was kann man dagegen unternehmen?


Was ist eine männliche Glatze?


Der männliche Haarausfall wird auch androgene Alopezie genannt und ist die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern. Die männliche Glatze ist nicht selten und tritt weltweit sehr oft auf. Angaben der US-amerikanischen National Library of Medicine (NLM) besagen, dass mehr als 50 Prozent aller Männer im Alter von über 50 Jahre zu einem gewissen Grad von der Glatzenbildung betroffen sind.


Welche Ursachen gibt es für die Glatze?


Eine häufige Ursache für die Glatzenbildung bei Männern ist die Genetik oder es kann auch eine kahlköpfige Familiengeschichte schuld daran sein. Forschungen haben ergeben, dass die männliche Glatze mit männlichen Sexualhormonen, den sogenannten Androgenen zusammenhängt. Die Androgene haben viele Funktionen, darunter auch die Regulierung des Haarwuchses.

Jedes Haar auf dem Kopf hat einen eigenen Wachstumszyklus. Bei einem männlichen Haarausfall schwächt sich dieser Wachstumszyklus ab. Der Haarfollikel schrumpft und erzeugt kürzere und feinere Haarsträhnen. Zu guter Letzt endet der Wachstumszyklus für das Haar und an seiner Stelle wächst zum Leidwesen vieler kein neues Haar.

Eine vererbte männliche Glatze hat im Regelfall keinerlei Nebenwirkungen. Allerdings haben manche Glatzen in einigen Fällen schwerwiegendere Ursachen wie bestimmte Krebsarten, Medikamente, Erkrankungen der Schilddrüse und anabole Steroide. Wenn nach der Einnahme neuer Medikamente, oder bei anderen gesundheitlichen Beschwerden Haarausfall auftritt, sollten Sie sich unbedingt an einen Arzt wenden

Ärzte verwenden das vorliegende Muster des Haarausfalls, um männliche Haarausfälle genau zu diagnostizieren. Sie können eine Anamnese und Untersuchung durchführen, um bestimmte Gesundheitszustände als Ursache auszuschließen, wie z. B. Pilzerkrankungen der Kopfhaut oder Ernährungsstörungen.

Bestimmte Gesundheitszustände können eine Ursache für Kahlköpfigkeit sein, wenn Hautausschlag, Rötung, Schmerzen, Abschälen der Kopfhaut, Haarausfall, fleckiger Haarausfall oder ein ungewöhnliches Muster des Haarausfalls den Ausfall der Haare begleiten. Manchmal können eine Hautbiopsie und Blutuntersuchungen erforderlich sein, um Störungen zu diagnostizieren, die für den Haarausfall verantwortlich sind.


Wer ist von Glatzenbildung gefährdet?


Die Glatzenbildung bei Männern kann bereits in den Teenagerjahren beginnen. Sie tritt meist jedoch häufiger bei erwachsenen Männern auf, wobei die Wahrscheinlichkeit mit steigendem Alter zunimmt. Genetik spielt bei dem Vorgang des Haarausfalls eine große Rolle. Männer, die nahe Verwandte mit männlichem Haarausfall haben, sind einem höheren Risiko ausgesetzt. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Familienangehörigen mütterlicherseits sind.


Wann verliere ich meine Haare?


Wenn Ihr Haarausfall an den Schläfen oder am Scheitel beginnt, haben Sie möglicherweise bereits Anzeichen einer männlichen Glatze. Einige Männer bekommen lediglich eine einzige kahle Stelle ohne Haare. Andere erleben, dass ihre Haarlinien zu einer M -Form zurückgehen. Bei manchen Männern wiederum tritt der Haaransatz immer weiter zurück, bis alle oder der größte Teil der Haare komplett verschwunden sind.


Ein Arzt kann helfen


Erhalten Sie Antworten von einem Arzt in wenigen Minuten, jederzeit Haben Sie medizinische Fragen? Wenden Sie sich online oder telefonisch an einen zertifizierten, erfahrenen Arzt. Kinderärzte und andere Spezialisten sind rund um die Uhr verfügbar.


Mit diesen Techniken kann man Haarausfall bekämpfen


Eine ärztliche Behandlung ist nicht immer erforderlich, besonders dann nicht, wenn andere Gesundheitszustände keine Ursache sind. Es stehen jedoch zahlreiche kosmetische Behandlungen für Männer zur Verfügung, die durch ihr lichtes Haar mit ihrem Aussehen unzufrieden sind und sich ein volleren Haare wünschen.


Frisuren


Männer mit begrenztem Haarausfall können den Haarausfall manchmal mit dem richtigen Haarschnitt oder der richtigen Frisur kaschieren und verdecken. Fragen Sie Ihren Friseur nach einem kreativen Schnitt, der dünnes Haar voller erscheinen lässt und kahle Stellen verdeckt.


Perücken oder Haarteile


Perücken können dünnes Haar bedecken, Haaransatz nachlassen und die Glatze komplett verschwinden lassen. Sie sind in verschiedenen Stilen, Farben und Texturen erhältlich. Wählen Sie für ein natürliches Aussehen die Farben, Stile und Texturen der Perücke, die Ihrem ursprünglichen Haar ähneln. Professionelle Perückenstylisten können dabei helfen, Perücken zu stylen und für ein noch natürlicheres Aussehen zu bringen.


Haarwebart


Haarwebart sind Perücken, die in Ihr natürliches Haar eingenäht werden. Sie müssen dazu genug Haare haben, damit das Gewebe eingenäht werden kann. Der Vorteil der Webart ist, dass sie auch bei körperlichen Aktivitäten wie Schwimmen, Duschen und Schlafen immer fest auf dem Kopf bleiben. Die Nachteile sind, dass sie immer wieder genäht werden müssen, wenn neues Haarwachstum auftritt, und der Nähvorgang kann Ihr natürliches Haar schädigen.


Minoxidil (Rogaine)


Minoxidil (Rogaine) ist ein topisches Medikament, das auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Minoxidil verlangsamt den Haarausfall bei einigen Männern und regt zusätzlich die Haarfollikel an damit neues Haar wachsen kann. Minoxidil benötigt einen längeren Zeitraum (vier Monate bis ein Jahr), um sichtbare Ergebnisse zu erzielen. Der Haarausfall tritt häufig dann wieder auf, wenn Sie die Einnahme der Medikamente aussetzen oder abbrechen.

Mögliche Nebenwirkungen, die Minoxidil mit sich bringt, sind Trockenheit, Reizung, Verbrennung und Schuppenbildung der Kopfhaut. Sie sollten immer schnellst möglich einen Arzt aufsuchen, wenn Sie eine dieser schwerwiegenden Nebenwirkungen haben:

  • Gewichtszunahme
  • Schwellung des Gesichts, der Hände, der Knöchel oder des Bauches
  • Atembeschwerden beim Liegen
  • schneller Herzschlag
  • Brustschmerz
  • Atemnot


Finasteride (Propecia, Proscar)


Finasterid (Propecia, Proscar) ist ein orales Medikament, das bei einigen Männern den Haarausfall hemmt und verlangsamt. Es blockiert die Produktion des für den Haarausfall verantwortlichen männlichen Hormons. Finasterid hat eine höhere Erfolgsrate als Minoxidil. Wenn Sie mit der Einnahme von Finasterid aufhören, kehrt Ihr garantiert Haarausfall zurück.

Sie müssen Finasterid für eine Dauer von drei Monaten bis einem Jahr einnehmen, bevor Sie sichtbare Ergebnisse erzielen. Wenn nach einem Jahr immer noch kein Haarwuchs auftritt, wird Ihr Arzt Ihnen wahrscheinlich empfehlen, die Einnahme des Medikaments abzubrechen.

Bekannte Nebenwirkungen von Finasterid sind:

  • Depression
  • Juckreiz
  • Ausschlag
  • Nesselsucht
  • Brustwachstum