Mittel gegen Haarausfall


Mittel gegen Haarausfall gibt es sehr viele. Diese werden in unterschiedlichster Form als Tabletten, Haarwasser oder Haarserum in Apotheken, Drogerien oder im Online-Handel angeboten. Daneben gibt es noch natürliche Hausmittel gegen Haarausfall, die man sich selbst zubereiten kann.

Ob und welche Mittel wirken hängt in vielen Fällen auch von der Art und vom Fortschritt des Haarausfalls ab. Männer und Frauen sind von diesem Thema gleichermaßen betroffen, sodass viele Haarausfallmittel für beide Geschlechter verfügbar sind.

Dieser Ratgeberartikel zum Thema Mittel gegen Haarausfall soll das ganze Spektrum abbilden und Ihnen einen umfangreichen Überblick geben.


Tabletten oder Kapseln gegen Haarausfall


Hilfe von innen gelingt durch regelmäßige Einnahme von Tabletten gegen Haarausfall. Die Anwendung von Tabletten oder Kapseln sollte aber stets mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden. Denn nur bei bekannter Ursache für den Haarausfall lässt sich den Symptomen mit der richtigen Kapsel oder Tablette gut entgegenwirken.


Schüssler Salze


Schüssler-Salze sind Mineralsalze, die für die menschliche Einnahme homöopathisch verdünnt und in Tablettenform gepresst werden. Sie enthalten Mineralstoffe und Spurenelemente. Beides brauchen die Haarwurzeln, um neue Haarfollikel zu produzieren. Falls also ein Mineralstoffmangel die Ursache für den Haarverlust ist, kann dieser damit reduziert und gestoppt werden.

Mineralstoffmangel kann durch Stress, ungesunde Lebensweise oder während bzw. bei Frauen nach einer Schwangerschaft sowie durch Hormonumstellungen entstehen. Schüssler Salze helfen außer gegen Haarausfall auch gegen Hautunreinheiten und Verdauungsprobleme. So lassen sich mehrere Ursachen für Mangelerscheinungen mit nur einem Präparat bekämpfen.


Vitamine


Erblich bedingter Haarausfall lässt sich mit Vitaminkapseln, Brausetabletten oder Filmtabletten nur verzögern. Dagegen sind die Aussichten auf ein Stoppen des Haarverlustes bei Ursachen wie Stress, Alter, Erkrankungen, Hormonumstellungen oder besonderen körperlichen Belastungen gut. Geeignete Vitaminpräparate enthalten die wichtigsten B-Vitamine, Folsäure, Selen, Zink, Kupfer und Biotin. Aber es gilt: Viel hilft auch bei diesem Mittel gegen Haarausfall nicht automatisch viel.

Diese Nahrungsergänzung unterstützt lediglich andere Umstellungen. Besser als die Einnahme von Vitaminen in Tablettenform ist allerdings die Aufnahme von Obst und Gemüse in den täglichen Speiseplan. Nachweislich kann der menschliche Körper natürliche Vitamine besser verwerten als ihre synthetischen „Verwandten“.


Biotin


Biotin ist das Vitamin B7 aus dem Vitamin-B-Komplex. Es ist sehr wichtig für den Fettstoffwechsel und den Stoffwechsel insgesamt. Als Präparat für Haut und Haare werden Kapseln und Tabletten angeboten. Falls ein Mangel die Ursache für den Haarverlust ist, lässt sich dieser durch eine längere Biotinkur stoppen und sogar rückgängig machen. Wer mehr Trockenhefe und Sojabohnen, Tomaten und Rinderleber, Walnüsse oder Fisch und ähnlich biotinreiche Lebensmittel isst, unterstützt diese Umkehr zusätzlich.


Haarwasser und Haarserum als Mittel gegen Haarausfall


Schon immer sind Haarwasser, Tinkturen und Haarserum als erfrischend und anregend beliebt. Speziell bei Haarausfall kann deren regelmäßige Anwendung gleichzeitig beruhigend, stimulierend und nährend auf die Kopfhaut wirken.

Manche Haarwasser lassen sich wie in „Hausmittel“ beschrieben selbst herstellen. Andere Varianten bieten Frisöre, Apotheker und Drogeriemärkte an. Diese Mittel erweisen sich bei männlichem und weiblichem Haarausfall unterschiedlicher Ursachen als besonders effektiv:


Haarwasser gegen Haarausfall


Die Basis jedes Haarwassers bildet Alkohol. 2-Propanol oder Ethanol wirken beim Einreiben auf der Kopfhaut stark stimulierend. Die Durchblutung wird allein dadurch angeregt. Dies führt zu einer verbesserten Mikrozirkulation der Haut. Erschlaffte, müde Haarwurzeln werden wieder besser versorgt. Trotz der Schärfe von Alkohol beschreiben Anwender das Gefühl nach dem Einreiben als warm und erfrischend sowie etwas später als beruhigend.

Dafür sind die weiteren Inhaltsstoffe in Haarwassern gegen Haarausfall verantwortlich. Auch hier wirken Komplexe von Vitaminen, Pflanzenextrakte, Spurenelemente und Mineralstoffe. Gegen einen bereits stark fortgeschrittenen Haarausfall können Haarwasser nichts ausrichten. Allerdings wird der Haarverlust schon nach ein bis zwei Anwendungen deutlich reduziert, langfristig gestoppt.


Thiocyn Haarserum für Frauen

Das Thiocyn Haarserum wurde entwickelt, um erblich bedingtem Haarausfall, diffusem Haarverlust und generell einer Ausdünnung der Haare entgegenzuwirken. Dabei spielt der Wirkstoff Thiocyn eine wichtige Rolle. Dieser unterstützt die Funktion des körpereigenen Immunsystems. Wachstumsstörende Einflüsse werden also bei regelmäßiger, längerfristiger Anwendung direkt von der Haarwurzeln abgewehrt.

Zwar wird dieses Serum für Frauen und Männer angeboten, aber das ist eigentlich nur ein optischer Unterschied der Verpackungen. Die Wirksamkeit ist weder vom Geschlecht noch vom Alter abhängig. Das Serum kann nach der Haarwäsche ins feuchte Haar eingearbeitet werden oder lässt sich trocken mit einem Applikator verteilen. Das Serum wird nicht ausgespült, sondern trocknet auf der Kopfhaut und entfaltet dort für bis zu 24 Stunden seine stärkende, schützende Wirkung.


Weitere Medikamente, homöopathischen Produkte und Tabletten gegen Haarausfall


Die Welt des Haarausfalls hat einen riesigen, wachsenden Markt von Anbietern sogenannter Wundermittel geschaffen. Aber nur wenige Medikamente gegen Haarausfall halten, was die Hersteller von der Zusammensetzung versprechen. Vor allem homöopathische Mittel eignen sich gegen Haarausfall. Voraussetzung für gute Erfolgsaussichten ist eine gründliche Analyse der Ursachen sowie eine ursachengerechte Umstellung der kompletten Lebensweise. Stressreduzierung, haarwuchsförderliche Ernährung und der Verzicht auf schädliche Genussmittel können die Wirkung der Medikamente stark unterstützen.


Globuli gegen Haarausfall


Globuli sind kleine Kügelchen mit homöopathisch geringen Anteilen bestimmter Nährstoffe und Spurenelemente. Sie werden gegen Haarausfall individuell dosiert und entsprechend der vorher erkannten Ursache eingenommen. Beispielsweise verspricht Delphinium Staphisagria Linderung bei Haarausfall wegen Nierensteinen oder Blasenschwäche.

Verursachen brüchige Nägel, Gicht oder Venenleiden den Haarverlust, dann empfehlen Homöopathen Globuli mit Calcium Fluoratum. Hormonbedingter Haarausfall – wie er beispielsweise in den Wechseljahren bei Frauen vorkommt – wird durch den Inhaltsstoff Sepia in Globuli Kügelchen gelindert.

Da jede Sorte Globuli nur einen der Wirkstoffe enthält, muss die Ursache für den Haarverlust erst sicher geklärt sein. Zwar hat die Einnahme der Kügelchen keine Nebenwirkungen. Aber der falsche Inhaltsstoff würde ergebnislos vom Körper verarbeitet werden.


Hausmittel gegen Haarausfall


Besser als teure Wundermittel eignen sich Hausmittel zum Bekämpfen oder Stoppen von Haarausfall. Neben einer Ernährungsumstellung, dem Ändern bisheriger Gewohnheiten und einer ärztlichen Untersuchung auf einen Pilzbefall helfen diese Hausmittel, den Haarverlust wenigstens zu reduzieren:


Hirse – Hilfe von innen gegen Haarausfall


Haarausfall aufgrund eines Mineralstoffmangels lässt sich mit einem Esslöffel Hirse auf dem täglichen Speiseplan stoppen und sogar umkehren. Verantwortlich für diesen positiven Effekt sind das enthaltene Silizium sowie ein hoher Anteil an Spurenelementen und Mineralstoffen. Gleichzeitig wirkt sich die tägliche Aufnahme von etwas Hirse positiv auf den Hautzustand, die Knochenfestigkeit sowie die gesamte Versorgung mit Mikronährstoffen aus.


Äußerliche Anwendung von Bockshornklee


In den Samen des Bockshornklees stecken 30 % Schleimstoffe, ätherische und pflegende Öle, Eisen, Proteine, Bitterstoffe und Saponine. Speziell als Mittel gegen Haarausfall kochen Sie 50 g des Samens in 250 ml Wasser für fünf Minuten. Der Brei wird auf einen Umschlag gegeben und feucht-warm auf die Kopfhaut gegeben. Empfohlen ist eine Einwirkzeit von mindestens 30 Minuten bis einer Stunde.


Zitronensaft und Olivenöl


Wenige Spritzer Zitronensaft mischen Sie mit einem oder zwei Esslöffeln Olivenöl. Damit reiben Sie zweimal wöchentlich die Kopfhaut ein. Die Einwirkzeit kann zwischen 20 Minuten und mehreren Stunden (zum Beispiel über Nacht bei gut abgedecktem Haar) liegen. Das Ergebnis ist eine erfrischte Kopfhaut, die geschmeidiger ist und besser durchblutet. Dies stimuliert auch die Haarwurzeln.


Bierwäsche mit Zitronenspülung


Einmal wöchentlich waschen Sie statt mit Wasser und Shampoo Ihr Haar mit Bier. Das Biershampoo soll ca. 30 Minuten lang einwirken. Dann wird es mit einer gut verdünnten Lösung aus Essig oder Zitrone gründlich ausgewaschen. Beide Behandlungsschritte wirken anregend und fördern die Durchblutung der Kopfhaut. Der Alkohol in diesem Mittel gegen Haarausfall wirkt während der Anwendung anregend. Hopfen und Malz nähren Haarwurzel und Kopfhaut bis in die tieferen Hautschichten.


Hühnerei und Weizenkeimöl


Sehr nahrhaft für die Kopfhaut und sanft auch zu gereizter Haut ist eine Tinktur aus Ei und Öl. Dazu vermischen Sie ein frisches Hühnerei mit ein bis zwei Esslöffeln Weizenkeimöl. Empfohlen wird die Anwendung einmal wöchentlich. Die Tinktur muss immer frisch zubereitet werden, da sie selbst im Kühlschrank rasch verdirbt. In der Regel reicht einmal Anmischen für eine Anwendung genau aus.


Zwiebel und Honig


Stellen Sie aus einem bis zwei Esslöffeln Honig und einer sehr fein gehackten Zwiebel einen Brei her. Verstreichen Sie diesen auf der Kopfhaut und decken ihn gut ab. Über Nacht dringen die Nähr- und Pflegestoffe tief in die Hautschichten ein und stimulieren unter anderem müde Haarwurzeln. Am Morgen spülen Sie alles gründlich mit lauwarmem Wasser ab – Haarshampoos sind nicht nötig.


Zwiebel und Franzbranntwein


Eine Tinktur aus einer großen, gewürfelten Zwiebel und 100 ml Franzbranntwein wirkt stimulierend auf Kopfhaut und Haarwurzeln. Dazu wird die Mischung für zwei Wochen in einem verschlossenen Gefäß aufbewahrt und dann durch ein Sieb gegeben. Die fertige Tinktur muss für optimale Verträglichkeit noch mit zwei Tassen Wasser verdünnt werden. Mit diesem Mittel gegen Haarausfall wird die Kopfhaut einmal täglich massiert.